IRONMAN 70.3, St. Pölten 2016

10 Jahres-Jubiläum und wir waren dabei!

Am 22.5., 1 Woche nach dem Traun Triathlon, fanden sich in St. Pölten drei Athleten des WET ein, um bei der zehnten Auflage des 70.3 St. Pölten die Trainingsleistungen zu bestätigen. Für Harald und Ralf war es „lediglich“ ein Bewerb auf dem Weg zum Saisonhighlight in Klagenfurt – dementsprechend locker war die Einstellung der beiden. Für mich sollte es bereits Ende Mai der Höhepunkt des Sportjahres 2016 darstellen – ich war nicht ganz so entspannt wie die beiden Burschen – und die Kommentare bezüglich der Höhenmeter auf der Radstrecke von Ulli und Harald machten meine Nacht vor dem Wettkampf keinesfalls erholsamer. Danke Ulli, danke Harald ;-)

Aber nun zum Wesentlichen – es fand erstmals in St. Pölten ein rollender Schwimmstart statt, wo man sich nach seiner geschätzten Schwimmzeit in Sektoren positionieren musste. Anschließend wurde ca. jede Sekunde ein Athlet ins Wasser gelassen. Im Nachhinein gesehen wurde durch diese Maßnahme das Schwimmen in den 15 Grad kalten Seen (mit einem Laufübergang von ca. 250 m) tatsächlich zu einem Erlebnis – kaum Kämpfe, kein Überschwimmen, kein ständiges Streicheln auf den Fußsohlen von Mitstreitern. Da 2000 Athleten am Start waren, war für Harald das Schwimmen (32:23) schon fast erledigt, als Ralf und ich erst starteten. Nachdem es sich zeigte, dass Ralf die letzten Wochen eine tolle Schwimmentwicklung genommen hat, war es für mich klar, dass wir zusammen ins Wasser gehen. Das bewahrheitete sich letztendlich dann auch an der Endzeit – Ralf (36:01), ich (36:43).


Anschließend ging es ab auf die 90 km lange Radstrecke, welche wirklich absolute Höhepunkte aufweisen konnte – 25 km auf der Autobahn S33 (teilweise mit Tempo 50), entlang der Donau durch die Wachau, welche übrigens zum Weltkulturerbe zählt und die drei kleinen „Bergerl“ mit einem nicht wenig anspruchsvollen Höhenprofil von 1024 Höhenmeter. Harald raste durch Niederösterreich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h und somit zu einer unglaublichen Radzeit von 2:29:01. Ralf und ich machten es uns ein wenig gemütlicher, genossen die Landschaft, bis auf die drei Berge (hab ich das schon gesagt ;-)) und kamen nach 2:41:03 und 2:45:16 wieder zurück in die Wechselzone zur NV-Arena.

Danach wartete üblicherweise noch der Halbmarathon, welcher bei 30 Grad zu absolvieren war. Die letzten kühlen Trainingswochen machten das Laufen bei diesem Wetterumschwung nicht einfacher, aber damit musste jeder Athlet klar kommen. Harry hatte es, wie immer, ziemlich eilig. Das bemerkte ich, als er mir bei Kilometer 17 (er) und Kilometer 7 (ich), auf den Hintern klopfte. Das erzählte er mir nachher, denn gespürt habe ich das zu diesem Zeitpunkt bereits nichts mehr. Harry konnte gewohnt seine Laufleistung abrufen und kam nach einer Halbmarathonzeit von 1:28:59 und einer Gesamtzeit von 4:36:18 ins Ziel und sicherte sich den zweiten Platz in seiner Altersklasse – herzliche Gratulation nochmals, großes Tennis!!! Ralf und ich hatten zu diesem Zeitpunkt aber noch die zweite Runde zu laufen und besonders meine Beine wurden mittendrin einmal unglaublich schwer. Die Menschenmaßen in und rundum von St. Pölten haben aber angefeuert was das Zeug hielt und so konnte ich zwar noch 2 Minuten auf Ralf gut machen, aber es reichte letzten Endes nicht, dass ich ihm noch auf den Po klatschen durfte. Ralf hat ein tolles Rennen mit einer Zeit von 5:06:32 ins Ziel gebracht und sich gegenüber 2015 fast um eine halbe Stunde verbessert – Chapeau, Ralf. Meinen ersten Einsatz in St. Pölten beendete ich in 5:08:13 und ich glaube irgendwie, dass ich privat nicht das letzte Mal hier war.

Der Ironman 70.3 wurde auf der Tour unter die Top 5 70.3-Bewerbe gewählt und diesen Platz hat er sich auf jeden Fall verdient!

Ein Dankeschön gilt natürlich, wie immer, den vielen Anhängern, speziell Ulli, Sabine, Judith und Matteo. Aber auch unserem Coach Geri, der uns in den vielen Trainingseinheiten versucht richtig auf die Wettkämpfe einzustellen, gebührt Dank!

Viel Erfolg möchte ich auch noch den „Wahnsinnigen“, die Klagenfurt noch vor sich haben, wünschen – IHR packt das – Swim.Bike.Run and have fun…