Ironman Austria 2016: Ralf

Einmal eine Langdistanz schaffen – das war der Plan der 2015 auch umgesetzt wurde! Warum ich dann heuer wieder dabei war? Das ist eine gute Frage! Leider hat es beim ersten Antreten in Klagenfurt nicht ganz mit meinem vorgenommenen Ziel Sub 11 geklappt und bin um 19 min. zu lange unterwegs gewesen. Somit habe ich mich für 2016 noch einmal angemeldet! Also musste ein neuer Plan her!

 Dank Jürgen K. konnte ich schon beim ersten Schwimmtraining des Wanggo Endurance Team der neuen Saison mitschnuppern und war nach einer Stunde froh, es überhaupt heil aus dem Wasser geschafft zu haben. Doch nach jedem Training mit Coach Geri wurde es besser! Rückblickend gesehen war es die beste Entscheidung bei den Wanggos  beizutreten!

Im April ging es dann mit Anita, Rene, Kathrin und Michael nach Istrien ins Trainingslager.

Die Wochen-Trainingszeiten wurden immer länger und Klagenfurt rückte immer näher! Ich wusste aber, mit dem Gelernten aus dem Vorjahr, dem Plan von Berny und dem Training im WET kann 2016 nichts schief gehen!

Endlich war es so weit, Rennwochenende! Ganz entspannt reisten wir am Samstag an. Nach einer erholsamen Nacht trafen wir uns um ca. 6:00 Uhr bei der Pewag Lounge. Gemeinsam gingen wir Richtung Schwimmstart, wo Rainer, Rene und ich uns bei der geschätzten Schwimmzeit von ca. 1h05 – 1h10 einreihten. Wir gingen, tratschten und gingen, schon lag der See vor unserem Füßen und los gings: eins zwei, atmen, eins zwei, atmen, … der Rhythmus war dank Rolling Start schnell gefunden und es ging zügig voran. Erste Wende, zweite Wende, kurze Richtungskorrektur durch Leute auf einem Boot und schon waren wir im Lendkanal.

Mit einem breiten Lächeln dank einer Schwimmzeit von 1:07:50 ging es aufs Rad, das ja eigentlich kein Problem sein dürfte – dachte ich. Genau meine frühere Lieblingsdisziplin wollte an diesem Tag  nicht so richtig laufen… Schon nach 10 min. tat das Sitzen weh. Nach einer halben Stunde das Genick. Musste ich mich vor einem Jahr noch beherrschen, nicht über 150 Schläge auf der Puls Uhr zu kommen, erreichte ich diese heuer nur schwer.

Nach den ersten 90 km war ich eigentlich schon ziemlich gerädert und wollte kaum in die zweite Runde. Durch die Zurufe meiner Familie bei der Wende schöpfte ich wieder Energie und konnte trotz einsetzenden Starkregen beinahe die gleiche Rundenzeit erzielen.

Nach den 180 km war ich gespannt auf die Laufstrecke – und es funktionierte wunderbar!

Ich musste mich immer konzentrieren nicht zu schnell zu laufen, da es so leicht schien. Nach einigen km, so um 5:10 pendelte ich mich endlich zwischen 5:20  - 5:30 ein. Erst bei km 27 wurde es schwerer. Da ich aber damit schon früher gerechnet habe, machte es mir noch nicht viel aus. Immer wieder bei bekannten Menschen vorbei die zujubelten, spulte ich Km für Km ab und mit einer für mich perfekten Zeit vor Augen konnte ich die schon deutlich spürenden Schmerzen ausblenden.

Nach 3h 52 konnte ich überglücklich auf die Zielgerade einbiegen. Alle waren da! Ein kurzer Stopp bei Sabine  und nach 10h 34 war das Ziel erreicht!

Obwohl es mir im Ziel noch ziemlich gut gegangen ist, musste ich aber im Hotel doch merken, dass mein Körper sagte: mach das nie wieder!! Da ich mich dann aber doch schnell wieder erholte ging es dann zum gemeinsamen Essen mit der Familie und den Mountainbikern. Anschließend noch zur Finishline-Party mit dem Wanggo Endurance Team!

Somit kann ich zufrieden das Thema Langdistanz abschließen!

Danke in erster Linie an Sabine, dass sie mich ein 2. Mal in der Vorbereitung ausgehalten und unterstützt hat (die To-Do-Liste, die sich im und rund ums Haus angesammelt hat, wird gerade abgearbeitet J) und natürlich an das WET vor allem natürlich an Geri, der beste Coach, den ich kenne, sowie Jürgen K., ohne den ich die Wanggos nicht kennen würde!

So möchte ich abschließen wie Martin H. schreiben:  swim.bike.run and have fun!

Ich freue mich auf weitere Wettkämpfe mit euch, auch wenn sie kürzer sein werden!!